
Eine Tour mit dem Wohnmobil über das waldreiche Schweden zu den wunderbaren Orten auf den Lofoten und die norwegische Küste hinunter nach Dänemark, führte uns diese Tour zu den Highlights Skandinaviens.
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Wir mögen den Urlaub immer abwechslungsreich, deswegen war diesmal das Wohnmobil unsere Wahl, andere sagen Kastenwagen dazu, egal, es
war ein Carado CV 601. Er hatte alles was notwendig war um ab und an frei zu stehen, also auch an Orten zu übernachten, ohne irgendwelche
Infrastruktur bzw. Services. Nachdem wir die letzten Jahre eher südlicher unterwegs waren, stand dieses Jahr der Norden auf dem Plan, Skandinavien.
Wir machten am ersten Tag Zwischenstopp in Jüdenberg, bei Freunden. Lagerfeuer, Grillen und reichlich Bier, ein schöner Start in die nächsten
3 Wochen. Schön, wenn man das Bett immer am Mann hat. Danke sehr, in 3 Wochen bitte dasselbe nochmal 🙂
Im Ferien-Camp Börgerende in der Nähe von Rostock machten wir eine Zwischen-Übernachtung und genossen den herrlichen Strand da. 9:30 Uhr am
nächsten Morgen ging dann die Fähre nach Trelleborg. Herrliches Wetter begleitete uns, wir lagen eigentlich die ca. 6 Stunden permanent auf dem
Sonnendeck. Alles entspannt, einzig die riesigen Blaualgen-Teppiche auf offener See machten nachdenklich. In Trelleborg angekommen, fuhren wir noch die
35 km bis Sibbarp bei Malmö. Ein riesiger Campingplatz am Øresund erwartete uns, wir hatten ihn über die FirstCamp-App gebucht, wie meist in Schweden.
Ab und zu standen wir frei auf Parkplätzen, dabei half uns die Park4Night-App, die ist genial dafür 🙂. Wir wanderten zunächst zur Öresundbrücke,
welche Kopenhagen mit Malmö verbindet. Ein beeindruckendes Bauwerk, knapp 8 km lang, die momentan weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten
Straßen- und Eisenbahnverkehr. Am späten Nachmittag schwammen wir noch eine Runde im Øresund, ehe wir unsere Fahrtplanung für die nächsten Tage machten.
Meist stiegen wir gegen 7 Uhr aus den Betten. Heute morgen stand uns eine längere Strecke bevor, wir wollten die Ostküste Schwedens hinauffahren,
erstes Ziel dort - Nynäshamn Camp. Das war etwa 60 km südlich von Stockholm. Die Fahrerei war viel entspannter als in Deutschland, weniger Verkehr und
auf Autobahnen maximal 110 km/h 🙂. Ich hielt mich dann auch penibel an alle Geschwindigkeitsbeschränkungen, das wird sonst sehr teuer in ganz
Skandinavien. Im Camp angekommen, hatte die Rezeption zu. Hier alles kein Problem, online gebucht, per SMS Code für Safe bekommen,
dort lag dann alles drin für uns: meist Karten für Schranke, WC - Dusche. Wir hatten für die ganzen 3 Wochen weder schwedische, norwegische, noch
dänische Kronen am Mann, hier lief restlos alles bargeldlos. Ein wunderschöner Strand erwarte uns zuerst und lud zum Baden ein. Nachdem Manu ein
leckeres Abendessen in der hiesigen Küche zauberte, planten wir bei paar Bierchen den morgigen Stadt-Tag. Wir blieben hier mal 2 Tage
in dem Camp.
Mit dem Zug fuhren wir etwa 90 Minuten nach Stockholm. Fahrkarte gab es am Bahnsteig, Kreditkarte an einen Schalter-Kasten halten, fertig.
Fahrkarten-Kontrolle ist auch erwähnenswert: 4 Mann blockieren die Ein-/Ausgänge, während der Kontrolleur seine Arbeit macht. Fanden wir sinnvoll.
Nachdem wir an Central Station gelandet waren, liefen wir zur Altstadt - Gamla Stan. Dort ist auch das Nobelpreis-Museum, eine Kunst ist es dort ein Foto
zu machen - ohne 3 Asiaten mit auf dem Bild 🙂. Die Stadt liegt schön in einer Schären-Landschaft, auch das rote Backstein-Rathaus (Stadshuset)
liegt am Wasser. Hier findet das jährliche Festessen der Nobelpreisverleihung statt. Wir blieben in Zentrumsnähe, Manu wollte unter den Menschmassen
in den engen Altstadt-Gassen bummeln, ich wollte nur da raus 🙂. Wir finden immer Kompromisse und so bewegten wir uns langsam aus den Gassen
zum Königsschloss. Manu wußte, dass dort gegen Mittag immer der Wachwechsel vollzogen wird. Das war dann wieder mal ganz interessant, v.a.
mit welcher Gelassenheit die Soldaten im Vorfeld die Touristenflut hinter die Absperrung dirigierte. Und der gemeine Tourist arbeitet mit
allen Tricks 🙂.
Die Wachablösung begann dann nach einer Stunde Platz verteidigen. Ich fand es zwar vom Zweck her überholt, aber als Attraktion sehr schön. Vor allem
dass die berittene Militär-Kapelle nach paar Militär-Märschen dann auch noch moderne Stücke spielte, und das sehr gut. Bei der Akkustik in dem halbrunden
Innenhof läuft es einem schon mal lauwarm den Rücken runter. Im Sommer gibt es das Spektakel jeden Tag hier. Nachdem uns die gepresste Toristenmenge
freigegeben hatte, wanderten wir noch ein wenig um Gamla Stan an den Schären entlang. Man bräuchte für alles Sehenswerte in Stockholm mehrere Tage,
wie z.B. das riesige Vasa-Museum oder auch das ABBA-Museum. Wir beschlossen für uns, kein Museum zu besuchen, das würde unseren Zeitplan dann doch
sprengen. Aber man weiß zumindest, wohin man nochmal wiederkehren möchte.



